Leserbrief

Kurze Schulferien sind besser

Ganz naiv gehe ich davon aus, dass die Schule für die Ausbildung der Schüler geschaffen wurde - nicht bloß als Kinderaufbewahrungsinstitut. Der Hausverstand sagt: Für den Wissenserwerb sind mehrere kurze Ferien besser als sehr lange (Sommer-)Ferien. Wie man am Karfreitagsurteil sehr schön sehen kann, gewinnt der Hausverstand in der Regel gegen so genannte Experten.


Mit vielleicht nicht ganz zutreffenden Argumenten, aber Hausverstand schafften es Rechtsvertreter, so genannte Arbeitsrechtsexperten bis hinauf zum EuGH auf das arbeitsrechtliche Gleichheitsgrundsatz-Glatteis zu führen. (Die undifferenzierte Anwendung des Gleichheitsgrundsatzes im Arbeitsrecht würde dazu führen, dass alle Arbeitnehmer - unabhängig von Ausbildung und praktischer Erfahrung - gleich viel verdienen würden. Das funktioniert nicht einmal im Kommunismus.)
Offenbar unter Umgehung des Hausverstands will der EuGH in einer beispiellosen Kompetenzüberschreitung die österreichische Regierung zur Aushöhlung einer sehr erfolgreichen Sozialpartnerschaft, um die uns viele Staaten völlig zu Recht beneiden, drängen. Lieber auf den Hausverstand hören - als auf die (Land-)Wirtschaft - auch bei den sehr vernünftigen Herbstferien!


Herbert Langegger, 5412 Puch bei Hallein

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