Leserbrief

Lärmschutzwände für Solarstrom nützen

Erlauben Sie mir eine Anregung, mit der wir beim Klimaschutz weltweit sofort viele Meter machen können: Die Beschichtung von Lärmschutzwänden entlang von Auto- und Eisenbahnen mit Solarpaneelen! Wie mir Experten berichten, wird dies in Holland und in Italien - etwa an der Brennerautobahn zwischen Rovereto und Trient - bereits umgesetzt. Gegenargumente wie Brandschutz und zusätzlichen Widerstand bei Aufprallunfällen hat man dort im Griff.

In Österreich haben Asfinag und ÖBB die Entwicklung bislang verschlafen. Dabei sollte es bei den zwei staatsnahen Infrastrukturkonzernen auch politisch ein relativ Leichtes sein, die zigtausenden Quadratkilometer an Lärmschutzflächen rasch für Photovoltaik zu nutzen. Natürlich kommen nur die Außenwände infrage, aber das reicht vollkommen. Die Solarflächen kann man färbig gestalten, zum Beispiel in Grün. Das schmälert zwar etwas die Stromernte, verhindert aber rein schwarz-blaue Paneelebänder in der Landschaft. In immer mehr Hausfassaden wird Photovoltaik bereits höchst ästhetisch integriert. Gebäude wie die Wirtschaftskammer-Zentrale in Wien sind so Kraftwerke der Zukunft geworden und schauen dabei auch noch toll aus. Jedenfalls ungleich schöner als Solarfarmen auf Feldern, Berghängen und Almen.

Dr. Michael J. Mayr, 5081 Anif

Aufgerufen am 30.11.2021 um 04:35 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/laermschutzwaende-fuer-solarstrom-nuetzen-77143444

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