Leserbrief

Land plant Verordnung zur Entnahme von Fischottern

Sie weisen aus (Aritkel, 12. 1. 2022), dass gewisse Gewässer in Salzburg nur mehr Fischbestände von 21,4 kg/ha resp 26 kg/ha aufweisen. Dem unbefangenen Leser wird das nichts sagen. Sehr wohl aber Ökologen. Ein Fischbestand von 50 kg pro Hektar Wasserflächen ist ein absolutes Alarmsignal. Das ist das k.o.-Kriterium eines Gewässers. Ab so einem niederen Fischbestand bricht die natürliche Fortpflanzungsfähigkeit des entsprechenden Bestandes zusammen. Es ist richtig, vielerlei vom Menschen verschuldete Ursachen haben zu einem krassen Rückgang der Fischbestände geführt. Aber der durch nichts gerechtfertigte übermäßige Schutz der Fischfresser führt jetzt zum Zusammenbruch. Das ist der Overkill. Ohne steten Fischbesatz durch die österreichischen Fischereivereine wären viele unserer Fliessgewässer bereits fischleer. Sie starten nun eine Umfrage: Erst Wolf - jetzt Fischotter. Kein Platz für Tiere?

Sind Fische keine schützenswerte Tiere? Ein verantwortungsvoller Naturschutz muss dafür sorgen, dass keine Art ausgerottet wird. In den letzten 40 Jahre sind weltweit 81% der Süsswasserfische ausgestorben. Von unseren über 80 Fischarten sind bis jetzt 5 Arten ausgestorben. Aber alle unsere Fischarten sind gefährdet, viele davon stark gefährdet. Es ist hoch an der Zeit weitere Schädigungen zu vermeiden. Und um allen Missverständnissen vorzubeugen. Die Fischer gefährden keine der Arten. Denn vielfältige Schonmassnahmen achten auf die Bestände. Von Otter, Reiher und Kormoran wird das wohl niemand erwarten.

Helmut Belanyecz,

, Präsident des Österreichischen Kuratoriums für Fischerei und Gewässerschutz1230 Wien

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