Leserbrief

Leise rieselt der Schnee.

November 2018. Amerika. Die schwersten Waldbrände in der Geschichte Kaliforniens.
Dezember 2018. Australien. Andauernde Temperaturen um die 50 Grad.
Jänner 2019. Mitteleuropa. Bis zu 5 Meter Neuschnee in den Nordalpen in kürzester Zeit.

Wetterextreme machen sich auf der ganzen Welt immer häufiger bemerkbar - auch in Österreich wie man sehen kann! Diese Auswirkungen des Klimawandels werden medial sehr aufgepusht und doch: In ein bis zwei Jahren können sich viele nicht mehr an diese Geschehnisse erinnern und ebenso so schnell ist das Bewusstsein für eine klimaschonendere Lebensweise wieder verschwunden.
Uns muss endlich klar werden, dass wir alle zur globalen Erwärmung beitragen. Durch diese zahlreichen bedrohlichen Umweltkrisen ist dies kaum mehr zu leugnen. Wir müssen aufhören, den Ort zu zerstören, der uns allen Leben schenkt. Wir alle! Jeder Einzelne von uns muss dem gegenwirken.
Veränderungen mögen auf den ersten Blick meist unbequem und lästig erscheinen, doch in diesem Fall wird uns nichts Anderes übrig bleiben. Denn wenn wir so weitermachen, dann werden wir am Ende womöglich ein ähnliches Klima, wie auf dem Planten Venus bekommen. Siedend heiß mit Temperaturen weit jenseits der 250 Grad - stellen Sie sich vor: Sogar auch in Österreich! Und wo sollen wir dann hin? Wo sollen wir noch so ein Utopia, wie auf der Erde finden?
Wir dürfen nicht durch unsere derartige unverantwortliche Gleichgültigkeit gegenüber der Natur die Zukunft unserer Erde gefährden. Denn so wie zur Zeit der Schnee bei uns leise rieselt, so rieselt auch der Sand in der Sanduhr für die Erde wie wir sie kennen - leise, aber stets weiter.


Viktor Lippert, 5582 St. Michael im Lungau

Aufgerufen am 20.10.2020 um 01:55 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/leise-rieselt-der-schnee-65202478

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