Leserbrief

Leistungen der Dachverbände

Zum Artikel "Die Verbände: Sport & Politik" (SN, 13. 3. 19):

Der Sport in Österreich ist sehr vielschichtig organisiert und hier hauptsächlich die Dachverbände als Geldverschwender ins Eck zu stellen, ist eindeutig zu kurz gegriffen:
1. Die Dachverbände betreuen über 13.000 Vereine. Auch wenn es nur einen Dachverband gäbe, so sind dennoch 13.000 Vereine zu betreuen. Deshalb würde sich der Mitarbeiterstab wohl kaum verringern. Was eventuell weniger würde, wären die diversen Landespräsidien. Die Präsidiumsmitglieder der Landesdachverbände sind aber ehrenamtliche Funktionäre und verschlingen daher keine Gelder.
2. Die Dachverbände leisten viel Arbeit im präventiven Gesundheitssport: das sind groß angelegte Projekte wie "Kinder gesund bewegen", "Bewegt im Park" oder kleinere in Zusammenarbeit mit Gebietskrankenkassen, die zum Beispiel Senioren als Zielgruppe haben.
3. Die Fachverbände sind mit der Organisation von Wettkämpfen und der Betreuung von Leistungssportlern vollkommen ausgelastet. Eine Vereinsbetreuung zusätzlich wäre ihnen nicht zuzumuten.

Das viele Geld, das von oben verteilt wird, wird zum einen schon einmal sehr ungleich verteilt (der ÖFB erhält alleine halb so viel Totogelder wie die anderen Fachverbände zusammen) und zum anderen gibt es eben auch sehr viele andere wichtige Verbände und Institutionen. Von insgesamt 120 Millionen Euro landen etwa 27 Millionen Euro bei den drei Dachverbänden. Diese arbeiten in ihren Bereichen solide. Die Kritik empfinde ich daher als einseitig, denn es wird nur ein Teilbereich des Sports beleuchtet.

Karin Juriga, 5071 Wals-Siezenheim

Aufgerufen am 22.10.2019 um 01:54 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/leistungen-der-dachverbaende-67482727

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