Leserbrief

Links-linker Siegestaumel

Die Zahlen nach der NR-Wahl liegen auf dem Tisch: Die ÖVP ist mit großem Abstand die stimmenstärkste Partei. Die Grünen sind zurück im Nationalrat und haben fast 14 Prozent erreicht. Werden objektiv die Zahlen betrachtet, ist es so, dass die wahlverlustgebeutelte FPÖ trotzdem mehr Stimmen von der Bevölkerung aufzuweisen hat als die Grünen. Im links-linken Siegestaumel wird diese Tatsache offenbar gern übersehen.

Die Mehrheit der österreichischen Bevölkerung wünscht sich eine Mitte-rechts-Regierung, wobei noch dazu die Themenübereinstimmung zwischen ÖVP und FPÖ am größten ist. Wird also die Mehrheitsmeinung des Wahlvolks berücksichtigt, sollte die nächste Regierungskoalition wieder eine ÖVP-FPÖ-Regierung sein. Und zwar auch dann, wenn jemand das zähneknirschend nicht gern hört, und auch dann, wenn die FPÖ starke Wahlverluste erlitten hat, der FPÖ zu Recht moralisches Fehlverhalten vorgeworfen wird und sich die FPÖ mit diversen Anschuldigungen konfrontiert sieht, die jedoch noch nicht von der Justiz bestätigt sind.

Die FPÖ wird in Hinblick auf die Wahlverluste Selbstkritik üben, wobei diese Selbstkritik auch den Medien und Journalisten nahegelegt werden sollte, denn nicht alle dick aufgetragenen Skandalschlagzeilen bleiben nach einer objektiven Prüfung durch die Justiz ein Skandal. Nicht haltbare Vorwürfe, Anschuldigungen und Vorverurteilungen verhallen in den Medien oft still und leise.

Ing. Stefan Hahnekamp, 7000 Eisenstadt

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