Leserbrief

Masken werden knapp

Wie rasch sich doch die Zeiten ändern, auf einmal werden Schutzmasken knapp und Salzburg verteilt 105.000 bereits abgelaufene Schutzmasken an medizinische Einrichtungen und wäre glücklich, noch mehr auf Lager zu haben. Aber vor nicht allzu langer Zeit wurde eine österreichische Gesundheitsministerin medial gescholten und mit Häme bedacht ob ihrer Beschaffung einer Großlieferung solcher Schutzmasken, damals aus gegebenem Anlass, und der Verschwendung bezichtigt, als diese Masken abgelaufen waren. Im Lichte des Coronavirus wäre es an der Zeit, bei der ehemaligen Frau Bundesministerin Abbitte zu leisten. Dabei wäre klar, dass umfangreiche Bestände an Schutzausrüstung ständig vorrätig zu halten und dann bei Ablauf auch neu zu beschaffen wären, denn man weiß nicht, wie das Coronaproblem jetzt zeigt, wann so etwas eintritt und in welchem Umfang. Das Vertrauen auf die Fähigkeiten, derartige Entwicklungen (es gibt ja auch noch Ebola, Lassafieber usw.) sofort im Griff zu haben, dürfte die Corona-Ausbreitung erschüttert haben.
Man muss also Aufwendungen tätigen, um in der Stunde der Not gerüstet zu sein. Das gilt auch für andere Bereiche wie etwa Feuerwehren oder auch das gerade wieder einmal sich auf friedliche Funktionen reduzieren sollende Bundesheer. Selbst in der Altenpflege und für das Rote Kreuz braucht es finanzielle, personelle und materielle Aufwendungen, die sich nicht erst im Moment des aktuellen Mehrbedarfs tätigen lassen.

Prof. Horst Pleiner, 2103 Langenzersdorf

Aufgerufen am 27.11.2021 um 10:13 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/masken-werden-knapp-84419629

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