Leserbrief

Maßnahmen für eine nachhaltige Kunststoffvermeidung

Zum Artikel "Eine Frau für alle Fälle" von Maria Zimmermann und Andreas Koller (SN vom 20.12.2018):

Ich schätze die Analysen von Andreas Koller sehr, weil er die Dinge stets auf den Punkt bringt und Klartext spricht. Im zuletzt erschienenen Artikel über Elisabeth Köstinger wird die Ministerin allerdings präsentiert, als würde sie die Welt vom bösen Einwegplastik retten. Aber was steht denn nach den Marathonverhandlungen von Kattowitz und Brüssel tatsächlich unter dem Strich? Ein Verbot von Wattestäbchen, Plastikbesteck und Strohröhrln ab 2021. Eine Recyclingquote für PET-Flaschen oder ein Auslaufen der Subventionen für Stromerzeugung aus Kohle ab 2025. All das wird den Bürgern als etwas "Einzigartiges" verkauft. In Wahrheit ist das nichts mehr als ein kosmetischer Beitrag zur aktuellen Situation, was auch namhafte Klima- und Umweltforscher bestätigen.

Wenn man sich beispielsweise den Kunststoffanteil bei Produktverpackungen in einem durchschnittlichen Supermarkt ansieht, dann liegt dieser für Plastikbesteck, Wattestäbchen etc. in einem kaum wahrnehmbaren, einstelligen Prozentbereich. Warum erwähnt das niemand? Zu einer nachhaltigen Kunststoffvermeidung in dieser Thematik müssen weit rigorosere Maßnahmen gesetzt werden, wenn man diesen das Prädikat einzigartig umhängt.


Christian Leimer, 5071 Wals-Siezenheim

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