Leserbrief

Mediales Fast Food vs. mediale Basisnahrung

Das viele Zuhausesein in diesen Zeiten ist nicht gut für die Figur, zu wenig Bewegung, zu viel Essen - die Erfahrung ist nicht neu. Ein weiterer nicht unbedeutender Effekt ergibt sich durch die überbordende Berichterstattung über das allgegenwärtige Thema Corona, das immer noch die Medien in Besitz nimmt.

Wie das körperliche Unbehagen um sich greift, befindet sich auch die Seele in einem "angefressenen" Zustand. Am Anfang der Epidemie saugte man jede nur erdenkliche Information aus allen Kanälen, doch jetzt ist längst die Zeit der Überfütterung da. Jetzt heißt es wie bei einer sinnvollen Ernährungsumstellung auch die Qualität und Quantität der Informationszufuhr zu kontrollieren.

Was wir hier als mediales "Junk-Food" angeboten bekommen ist bei näherer Betrachtung schon sehr bedenklich. Aber wie beim Vergleich mit der Ernährung gibt es auch hier eine große Anhängerzahl, die unbedenklich Infos in sich hinein futtert, ohne über die Folgen nachzudenken, die Auswüchse erleben wir in abstrusen Ideen, Verschwörungstheorien und Wortmeldungen, die den gesunden Menschenverstand in seinen Grundfesten erschüttern. Ich habe mir daher seit einiger Zeit eine Medien-Diät verordnet, und siehe da, ich fühle mich schon wesentlich wohler. Eine selektive und faktenbasierte, von allen Seiten beleuchtete "mediale Basisnahrung" ist essenziell und wichtig, auf mediales Fast Food werde ich sehr bewusst verzichten. Danke an die SN, ihr seid mein gesundes Frühstück!


Johann Huber, 5700 Zell am See

Aufgerufen am 20.01.2022 um 06:00 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/mediales-fast-food-vs-mediale-basisnahrung-102707647

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