Leserbrief

Mehr Empathie für entrechtete Mitmenschen

Zu "Ich hoffe unsere blauen Flecken sind nicht umsonst" (SN v. 19.8.):

Sicher wird die EU nach langem Nachdenken zu einer gemeinsamen und unmissverständlichen Reaktion gelangen, die schon auf dem Weg nach Weißrussland in ihre Einzelteile zerfällt. Militärische Drohungen sind auch keine Option; aber verlieren die "Staatsverantwortlichen" durch ihren Wahlsieg automatisch ihre, bis dahin vielleicht noch vorhandenen, ganz einfachen menschlichen Qualitäten? Offene Briefe aller Staatenlenker Europas, gerichtet an einen vielleicht noch vorhandenen Funken Menschlichkeit in der Machtmaschine Lukaschenko, werden die gegenwärtige Situation in Belarus nicht sonderlich verbessern, könnten aber auf schnellstem Weg aufzeigen, dass Europa neben ökonomischen und militärischen Interessen noch ein Mindestmaß an Empathie für entrechtete Mitmenschen aufbringen kann.


Mag. Dr. Harald Büchele, Initiative Stolpersteine für Tirol, Humanistischer Verband Österreich

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