Leserbrief

Mehr Kontinuität im Verein

Ich habe grundsätzlich Verständnis, wenn Spieler aufgrund hervorragender Leistungen in die deutsche Bundesliga oder in die Primera Division nach Spanien wechseln. Denn Leistungsfußballer können bekanntlich ihren Job nur für einen begrenzten Zeitraum ausüben und sollten, sofern sich eine Karrierechance ergibt, diese selbstverständlich nützen. Trotzdem bin ich als jahrelanger Besitzer einer Premium-Dauerkarte über den derzeit stattfindenden Sommerschlussverkauf bei Red Bull verärgert. Und ich teile die Meinung von Alexander Bischof, dass der österreichische Serienmeister im Hinblick auf die erstmalige Teilnahme an der Champions-League-Gruppenphase in personeller Hinsicht ein nicht zu unterschätzendes Risiko eingeht.
Meines Erachtens können die bisherigen Leistungsträger Stefan Lainer, Xaver Schlager, Hannes Wolf, Munas Dabbur und Fredrik Gulbrandsen kurzfristig keinesfalls von jungen Talenten ohne internationale Erfahrung ersetzt werden. Im Übrigen bin ich über die Argumentation von Sportchef Christoph Freund erstaunt, wonach es wichtig sei, dass Spieler verkauft werden, damit wieder Platz für die nachrückenden Talente entsteht.
Ich denke, dass die Salzburg-Fans künftig eher wieder mehr Kontinuität im Verein erwarten und sich schön langsam aber sicher verschaukelt fühlen.


Herbert Stocker, 5020 Salzburg

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