Leserbrief

Mehr Optimismus und Taten

Mit Betroffenheit, Unbehagen und Selbstanschuldigung unserer Gesellschaft liest man wieder einmal, dass quasi bereits zur Halbzeit sämtliche Kräfte unseres Planeten verbraucht sind. In Österreich sogar noch deutlich früher.

Die dahinterstehende Berechnung wird den dazu festgelegten Definitionen wohl schon standhalten, - aber ist nicht deutlich mehr Optimismus angebracht:

- in Österreich sind unsere Seen und Flüsse so sauber wie noch nie, - sodass sogar schon mangelndes Nährstoffdargebot für den Fischbestand beklagt wird;

- unser Waldbestand wächst seit Jahren;

- unsere Luftgütewerte verbessern sich kontinuierlich, und dies alles bei wachsender Bevölkerung, hochgradiger Lebensmittelselbstversorgung und steigender Lebenserwartung und Lebensqualität.

Wie können dann - kontinuierlich über Jahre hinweg - unsere Jahresressourcen schon nach jeweils wenigen Monaten aufgebraucht sein? Skepsis ob dieser Darstellung ist hier angebracht.

Bleibt sicherlich der Energiesektor, wo Unmengen fossiler Energieträger importiert werden. Aber alternative Ressourcen gibt es im Überschuss: Alleine die Sonne liefert jeden einzelnen Tag ein x-faches des gesamten Jahresenergiebedarfes. Dann gibt es noch Windenergie, Geothermie etc., etc.

Ausreichend klimaneutrale Energiequellen gibt es also ausreichend. Nutzen wir sie! "Asche auf unser Haupt" wird nicht reichen und - jeweils vom anderen - eingeforderter Asketismus wird nicht funktionieren. Gestalten wir unsere Zukunft mit Optimismus und mit Taten. Der ewig erhobene Zeigefinger ist keine Lösung.

Manfred Speiser, 3508 Tiefenfucha

Aufgerufen am 22.10.2020 um 12:49 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/mehr-optimismus-und-taten-74224369

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