Leserbrief

Mehr Verständnis für Pädagogen

Ich bin bereits seit mehr als 15 Jahren in diesem tollen Beruf der Kindergartenpädagogin tätig und mit viel Engagement und Initiative für Fort- und Weiterbildung sicher eine von vielen Kolleginnen, die ihr Herz bei den Kindern beziehungsweise ihrer Arbeit haben.
Leider haben sich die Arbeitsbedingungen in den letzten Jahren nicht wie gefordert gebessert, sondern verschlechtert. Die Ansprüche an die Institution Kindergarten steigen und die administrative Arbeit wird mehr (Sprachstandsfeststellung, Portfolio, Beobachtungsbögen, Entwicklungsgespräche). Gleichzeitig nimmt leider die Unterstützung der Eltern ab.
Um den Kindern gerecht zu werden, ist eine Senkung der Gruppengröße unabdingbar. Eine zweite ausgebildete Kraft in der Gruppe sollte den ganzen Vormittag zur Verfügung stehen und idealerweise eine Kindergartenpädagogin sein.
Auch eine Springerin bei Krankheit einer Kollegin ist unbedingt notwendig. Das Einspringen im Bedarfsfall führt zur Belastung des Personals und ist nicht zielführend. Ich habe das Glück, mit einer Spitzenhelferin und einer Integrationsassistentin zusammenzuarbeiten, sodass ein Arbeiten in Kleingruppen möglich ist. Trotzdem ist es sehr anstrengend, mit bis zu vier Integrationskindern in einer Gruppe kindgerecht zu arbeiten.
Ich würde mir mehr Verständnis für meine Berufsgruppe wünschen, vielleicht gehen dann wieder mehr ausgebildete Pädagogen/-innen in diesen Beruf.
Ein höheres Gehalt würde sicher zusätzliche Anreize schaffen.

Ursula Kinz, 5114 Göming bei Salzburg

Aufgerufen am 20.10.2019 um 03:54 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/mehr-verstaendnis-fuer-paedagogen-67637665

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