Leserbrief

Mein Klimabeitrag für unsere Heimat

Ich habe 1972 ein Haus gebaut nach der damals üblichen Art und Weise mit wenig Isolierung, Ölheizung usw. Schon fast vor 20 Jahren hatte ich ein offenes Ohr für alternative Energie und interessierte mich dafür.

Ich wohne in einem engen Gebirgstal mit viel Schatten und wenig Sonne. Schlussendlich ging ich dann an die Umsetzung - wissend, dass ich einiges an Geld investieren muss. 2010 errichtete ich auf einer Dachhälfte eine Photovoltaikanlage und erzeugte Strom, 2013 stieg ich von der Ölheizung auf eine Wärmepumpe mit Tiefenbohrung um, 2014 ergänzte ich die Photovoltaikanlage mit einem Voltaik-Speicher (Batterie), gleichzeitig isolierte ich das Haus in den vergangenen zehn Jahren an Wänden und am Dach (sogenanntes Kaltdach), sodass ich nun fast energieautark (Einnahmen und Ausgaben sind fast gleich) bin.

Ich brauche dazu aber nach wie vor unsere Salzburg AG, weil ich nicht den gesamten erzeugten Strom direkt verbrauchen oder speichern kann, sondern immer noch ins Netz einspeisen muss. Ich habe alle diese Maßnahmen in enger Zusammenarbeit mit Salzburg AG und der zuständigen Stelle der Landesregierung gesetzt. Ich wurde von diesen Stellen immer bestens unterstützt und habe mich an die Limits und Richtlinien gehalten. Über Limits, Einspeistarife usw. ließe sich diskutieren. Wenn ich jetzt jährlich +/- 0 an Energiekosten aussteige, so war es trotzdem ein gewisses Hobby, weil die Investitionskosten eine zu lange Amortisationszeit erfordern. Das nehme ich gerne in Kauf in dem Bewusstsein einen kleinen Beitrag für die Erhaltung unserer Heimat geleistet zu haben.

Leonhard Madreiter, 5672 Fusch a. d. Großglocknerstraße

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