Leserbrief

Mensch gefährdet Artenvielfalt

In Ihrem Leserforum hat sich jemand verärgert über neu angesiedelte Katzen geäußert. Nun, wie schützt man sich gegen Katzen? Katzennetze (in jedem Bauhaus, billig) entlang des Zauns spannen. Mit Hering im Boden verankern. Oder eleganter: Lichtschranke mit für Katzen extrem unangenehmem Signalton.
Ich habe selbst vier dreijährige Tierheim-Katzen und ein Biotop. Ich wohne am Waldesrand. Katzen vergraben ihren Kot. Ein natürlicher Dünger. Riecht man auch nicht. Gesunde Eichkätzchen erjagt die Fellnase niemals. Eichkätzchen sind viel zu flink. Amphibien gehören nicht zur Beute. Vögel lernen schnell, dass Katzen im Revier sind. Eidechsen sind leider leichte Beute für Katzen. Schlupfwinkel aus Steinen und Holz bieten Schutz.
Der Verlust der Artenvielfalt ist eindeutig dem Menschen zuzurechnen, der immer mehr Naturraum beansprucht. Er versiegelt den Boden für Häuser und Autostraßen (Betonhitzeschlangen), betreibt eine "Ackerbau-Unkultur" mit Kunstdünger und Spritzmitteln, die beide verheerend sind. Der Mensch ist ein ausbeuterisches, von Profitgier und Lustmaximierung getriebenes Wesen. Wie harmlos sind dagegen Katzen, die ihren Besitzern so viel Freude bereiten?

Mag. Birgit Mastny, 1230 Wien

Aufgerufen am 25.10.2020 um 11:25 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/mensch-gefaehrdet-artenvielfalt-69202807

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