Leserbrief

Menschen mit einbeziehen in Entscheidungen

Die vom Projektbetreiber APG geplante 380 kV Freileitung soll nun kurz vor dem Baubeginn sein.
Laut Projektwerber, Wirtschaft und Politik bestehe höchste Dringlichkeit, sonst könnte eine Versorgungssicherheit der Bevölkerung nicht gewährleistet werden.
Wer glaubt denn sowas? Es geht wohl eher um ein lukratives Strom-Transit Geschäft mit dem Ausland.
Bei der Freileitung, die durch ihre überdimensionalen Monstermasten eine massive Verschandelung darstellen würde, käme eine veraltete Technologie zum Einsatz, die längst nicht mehr zeitgemäß ist und vor allem nicht dem technischen Fortschritt entspricht.
Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Abstrahlung wären unverantwortlich.
Das Klima fordert uns alle, endlich Maßnahmen zu ergreifen. Also werden wir endlich mündige Bürger, stehen wir gemeinsam auf, zeigen wir Flagge, sind wir gewissenhafte Befürworter einer Erdverkabelung zum Wohl unserer Kinder und nächsten Generationen.
Wo bleibt die gelebte Demokratie, wenn die Projektbetreiber APG Machtspiele liefert, Grundbesitzer einzuschüchtern zu versucht und diktatorische Zwangsenteignungen vornehmen will.
Das ist kein Ernstnehmen des Volkes, sondern ein rigoroses Drüberfahren bzw. Ignorieren ihrer Anliegen und vor allem einem Rechtsstaat wie es Österreich sein soll nicht würdig.
Menschen in derart wesentliche Entscheidungsprozesse einzubinden, ihr Menschenrecht, ihre Menschenwürde nicht mit Füßen zu treten, wäre wohl ein demokratiepolitisches Gebot der Stunde.
Klimaschutz, Umweltschutz, gesundheitsförderliche Maßnahmen haben höchste Priorität; es ist schon lange 5 vor 12, sonst ist es eindeutig zu spät und die Geister- Monster, die wir riefen, werden wir nie mehr los!

Elisabeth Ramsauer, BI IG Erdkabel Bad-Vigaun

Aufgerufen am 20.10.2021 um 06:03 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/menschen-mit-einbeziehen-in-entscheidungen-69850201

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