Leserbrief

Mietverträge für Notunterkünfte

Ich schließe mich voll und ganz der Meinung von Herrn DI Gert Cziharz in seinem Leserbrief vom 24. 11. an, dass es dringend notwendig wäre, seitens der Medien etwas mehr Licht ins Dunkel zu bringen, wer dafür verantwortlich ist, langfristige Mietverträge für Notunterkünfte, die auf mehrere Jahre unkündbar sind und die die Steuerzahler sehr viel Geld kosten, abgeschlossen zu haben. Leider ist nur die Situation am Beispiel des Hotels Kobenzl bekannt geworden, jedoch gibt es wesentlich mehr solcher Unterkünfte in Stadt und Land Salzburg, die bereits seit einem Jahr oder länger leer stehen, bei denen aber die Vermieter weiter dafür gutes Geld kassieren. Eine bessere Rendite gibt es derzeit nicht.
Die bisherige Berichterstattung über dieses Dilemma wird ja vom Bund verharmlost, als man unlängst in den SN lesen konnte, dass man trachtet, mit den Vermietern einen Konsens zu finden. Offensichtlich ist man der absurden Meinung, einen schriftlichen Mietvertrag mit festgesetzter Mietdauer problemlos kündigen zu können - es sei denn, es gibt Ausstiegsklauseln.
Jeder kaufmännisch denkende Vermieter würde einer vorzeitigen Beendigung des Mietvertrags nur dann zustimmen, wenn ihm ein entsprechendes Angebot in Form einer Mietablöse gemacht wird, was für den Steuerzahler ebenso nachteilig wäre.

Mag. Paul Maier, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 24.11.2020 um 01:59 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/mietvertraege-fuer-notunterkuenfte-61674130

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