Leserbrief

"Milde Gabe" lockt unerwünschte Gäste

Zu "Wenn Nächstenliebe an Grenzen stößt", Leitartikel von Susanna Berger, SN 19. 3. 2019, auf der Titelseite:
Es mag schon das Herz berühren, wenn man die Jammergestalten der Bettler und Bettlerinnen auf den Gehsteigen kauern sieht, alle auf einen möglichst erbarmungswürdigen Anblick zurechtgetrimmt (Bert Brecht setzte diesen Praktiken in seiner Dreigroschenoper ein unvergessliches Denkmal).
Doch versteinert dieses Herz bei einem Augenschein im Herkunftsland der bestens organisierten und morgens planmäßig über die Städte verteilten, abends wieder eingesammelten Jammergestalten. In Rumänien kann man die Paläste sehen, welche aus dem Erlös der bei uns überbordenden Bettelei errichtet wurden und werden.
So herzlos es klingen mag: Leider geht es uns, wenn wir uns zu einer "milden Gabe" erweichen lassen, ebenso wie denen, die in Parks und anderswo vermeinen, Eichhörnchen zu füttern, und dabei ganz andere, weniger erwünschte Zeitgenossen anlocken. Im aktuellen Fall ist es die von Roma beherrschte Bettlermafia.

Mag. Dr. Karl Edlinger, 4060 Leonding

Aufgerufen am 24.10.2019 um 06:47 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/milde-gabe-lockt-unerwuenschte-gaeste-67584853

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