Leserbrief

Mindestbreite nicht gegeben

Zum Leserbrief "Radfahrer leben gefährlich" vom 7. 11. 2020: Herr Brandner irrt hier mit seiner Meinung, dass der markierte Fuß- und Radweg in der Moosstraße dem zusätzlich auf der Fahrbahn aufgemalten Hinweis, dass auch dort Radfahren erlaubt ist, vorzuziehen ist. Die gesetzlichen Anforderungen sind nämlich (laut VCÖ-Info) so: Gemeinsame Geh- und Radwege müssen eine Mindestbreite von 290 cm haben, in Ausnahmefällen kann das auf 250 cm reduziert werden. Nun hat aber der gemeinsame Fuß- und Radweg ab der Kirche Maria Hilf nur eine Breite von 120 cm! Das ist nicht einmal die Hälfte der gesetzlichen Mindestbreite in Ausnahmefällen. Und dort ist der 120 cm breite Fuß- und Radwegstreifen noch dazu in beiden Richtungen als solcher markiert. Vom Befahren dieses Streifens ist daher dringend abzuraten. Auch deshalb, weil der Zustand des Wegs sehr schlecht ist. Und sicherer als die "gefahrvolle" Moosstraße ist er schon gar nicht. Die Politik ist daher gefragt, wie sie das lösen will. Denn hier gilt seit vielen Jahren eine ungesetzliche Beschilderung. Zuletzt stellt sich noch die Frage, wer haftet eigentlich, wenn bei Benutzung dieses Fuß- und Radwegs von nur 120 cm Breite ein Unfall passiert?

Ich sehe die Lösung eigentlich nur darin, dass dieser Weg ausschließlich als Fußweg ausgewiesen wird.

Franz Brandstetter, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 02.12.2020 um 04:41 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/mindestbreite-nicht-gegeben-95443681

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