Leserbrief

Mitfinanzierung des Gemeindewohls

Zum Leitartikel "Halten böse Milliardäre die halbe Welt in Armut?" von Richard Wiens in den SN vom 22. 1. 19:

Richard Wiens beschreibt im letzten Absatz seines Leitartikels Milliardäre als Wohltäter: "Viele davon sind ein Segen für Arme, verschaffen ihnen Zugang zu Medizin, Strom und sauberem Wasser, ermöglichen ihnen Kommunikation." Diesen Satz halte ich für naiv und weltfremd, denn auch diese Wohltäter versteuern nur wenige Promille ihres Reichtums zu PR-Zwecken an arme, benachteiligte Menschen. Dies ist ein lächerlicher Anteil dessen, was sie ihnen vorher abluchsen und als Gewinne lukrieren. Neben PR mag noch ein wenig die Beruhigung des eigenen schlechten Gewissens mitspielen.

Das enthebt die Gesellschaft aber nicht davon, diese überproportional vermögenden Zeitgenossen mit Vermögens- und Erbschaftssteuern zur Mitfinanzierung des Gemeinwohles zu verpflichten.


Manfred Fischer, 5121 Ostermiething

Aufgerufen am 27.11.2020 um 09:10 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/mitfinanzierung-des-gemeindewohls-64625029

Schlagzeilen