Leserbrief

Mitfühlende Menschen

Zum Leserbrief von Peter Haibach in den SN vom 29. März 2019:

In diesen Tagen, in denen wieder mal so viel über die Bettler in Salzburg berichtet und diskutiert wird, tut mir dieser Leserbrief gut! Gibt er doch die Hoffnung, dass es mitfühlende Menschen gibt.

Ich besuche öfters eine junge Bettlerin, Floriana, sie könnte meine Tochter sein. Sie ist freundlich, nie aufdringlich und bemüht, deutsch zu reden. Ihre drei Kinder sieht sie nur selten im Jahr. Wie schmerzlich muss das für ein Mutterherz sein. Sie bettelt, sie nimmt diese Anstrengung und Würdelosigkeit auf sich, damit die Kinder in die Schule gehen können, damit sie ärztlich versorgt werden können.

Sie freut sich über alles, was ich ihr bringe - Essen, Kleidung, Schokolade für die Kinder.

Es heißt da "Urteile nicht, dann wirst auch du nicht verurteilt." "Gib, dann wird auch Dir gegeben." So vieles wäre damit einfacher, leichter und fröhlicher! Es tut nicht weh, hinzuschauen, ein Lächeln oder ein gutes Wort zu schenken, oder einen Euro herzugeben.

Stefanie Hiessmayr, 5026 Salzburg

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