Leserbrief

Mitverantwortung in Wort und Tat

Eigenverantwortung - bringt nichts! Eigen(!)verantwortung, einen schöneren Rohrkrepierer gibt's ja gar nicht, weil er so wunderbar in unsere neoliberale Welt passt. Eigen(!)verantwortlich waren wir nämlich alle: Die Alten, die im Frühling trotz Gefahr um jedes Wurstradl extra einkaufen gingen. Die Jungen, die im Sommer die Partynächte durchgechillt haben. Die dazwischen, denen im Kroatienurlaub schon nix passiert ist, die Verschwörungsgläubigen in ihrer Angst, der Staat wolle ihnen persönlich an den Kragen. In einer christlich-sozialen oder einer sozialistischen Denke hätte man aber vielleicht Mit(!)verantwortlichkeit propagiert. Mitverantwortlich, das waren im großen Stil bisher eher Gesundheitspersonal und die Home-Office-Home-Schooling-Wunder-Wuzzi-Mütter. Und sogar die Ampel scheitert, weil eigen(!)verantwortlich jeder Ampel-Politiker wie ein Dorfkaiser seine eigene(!) Klientel pusht.

Ich habe einen einfachen Wunsch: Mögen sich unsere Politiker auf Mit(!)verantwortung festlegen. In Wort und Tat.


Gebhard Pühringer, 5020 Salzburg

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