Leserbrief

Mutige Kapitänin

Wenn es Menschen - in diesem Falle Leserbriefschreiber - gibt, die jene gegenständliche Missachtung des Betretungsverbotes italienischen Territoriums, durch Flüchtlinge, auf dem Seeweg, inszeniert durch eine deutsche Schiffskapitänin, als Strafdelikt betrachten und die Rettung von dutzenden Menschen vor dem Ertrinkungstod als gesetzwidrig empfinden, denkt man unwillkürlich an schreckliche Zeiten des dritten Reiches. Dazu wäre dem italienischen Staatspräsidenten die Frage zu stellen, ob Italien wirklich diese negative politische Entwicklung, notwendig hat. Er sollte alleine die gefährliche, fragwürdige Rechtsvertretung seines Innenministers überdenken. Salvinis Finanzier wurde ohnehin schon durch Sergio Mattarella, wegen Korruption, seines Amtes enthoben. Was sich dieser Innenminister in Italien, bzw. Südtirol bereits zu Schulden kommen ließ, würde ebenso für eine Amtsenthebung reichen. Nicht so, wenn man die Geschichte Italiens kennt. Frau Rackete müsste richtigerweise für den entsprechenden Nobelpreis vorgeschlagen werden, anstatt sie einer Haftstrafe zuzuführen, wie es Herr Salvini angedroht hatte.

Heinz Pruner, 5020 Salzburg

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