Leserbrief

Mutige Maßnahmen zum Klimaschutz

Im abgelaufenen Wahlkampf haben sich wohl alle Parteien zum Klimaschutz bekannt, hinsichtlich der Nennung von konkreten Maßnahmen wurde aber durchwegs Zurückhaltung geübt. Eine CO2-Steuer ist zwar in Diskussion, ihre Umsetzung liegt aber aufgrund vieler Unwägbarkeiten sicher noch in weiter Ferne. Auch die Realisierung der Wasserstofftechnik im Kraftfahrverkehr bedarf noch langer Entwicklungsarbeit. Erforderlich ist aber rasches und wirksames Handeln. Hier bietet sich insbesondere für den Sektor Verkehr, der rund 30 Prozent der Treibhausgas- Emissionen verursacht, eine effektive Maßnahme an.

Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen sollte unverzüglich auf 110 km/h, auf Freilandstraßen auf 80 km/h verringert werden. Neben der deutlichen Reduzierung der Schadstoffe bringt dies zusätzlich eine Halbierung des volkswirtschaftlichen Schadens aus den Verkehrsunfallkosten (2016 über sechs Mrd. Euro) und eine Halbierung der Unfalltoten, wie es die Daten der Schweiz, Norwegens und Schwedens vermuten lassen. Der Feinstaub aus Abrieb von Bereifung, Bremsen und Aufwirbelung würde deutlich verringert und die Lärmbelastung reduziert werden.

Positiver Nebeneffekt für jeden einzelnen Autofahrer wäre eine deutliche Verringerung des Kraftstoffverbrauchs und die verlängerte Nutzungsdauer von Reifen und Bremsbelägen. Folgerichtig müssten die Versicherungen dann die Prämien für Fahrzeughaftpflicht und -kasko und für Unfall senken.


Dr. Theodor Stipek, 5026 Salzburg

Aufgerufen am 07.12.2021 um 08:07 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/mutige-massnahmen-zum-klimaschutz-77483377

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