Leserbrief

Neue, alte Pläne für Atomenergie

Die EU will neue AKW "unter strengen Auflagen" als nachhaltig und klimafreundlich klassifizieren. Diese sind: Sie müssen neuesten Technikstandards entsprechen - no na, am Standard der ersten Atomkraftwerke aus den 50er-Jahren wird man sich ja wohl nicht orientieren wollen - und bis spätestens 2050 muss ein konkreter Plan für eine Entsorgungsanlage für radioaktive Abfälle vorgelegt werden - es ist hinlänglich bekannt, dass das Problem der Endlagerung des Atommülls schlicht und ergreifend unlösbar ist. Wenn man sich nicht grundsätzlich gegen ein Verzweifeln entschieden hätte, müsste man angesichts dieses menschenverachtenden Zynismus verzweifeln. Da der Planet Erde nicht durch einen "Anbau" erweiterbar ist, sondern dessen Ressourcen begrenzt sind, kann es auch kein unbegrenztes Wachstum geben. Was der Planet bzw. die auf ihm lebenden Geschöpfe brauchen, ist eine "Schubumkehr" beim Ressourcenverbrauch ganz allgemein, im Speziellen beim Energieverbrauch. Das, was wir Menschen dazu beitragen können, ist, die "Grünen Kräfte" in der Politik - von den Gemeinden bis ins EU-Parlament - zu stärken. Ausschließlich von dieser Seite ist ein Hoffnungsschimmer zu vernehmen.

Wilhelm Putz, 4882 Oberwang

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