Leserbrief

Neue Ferien für Schüler/-innen und Eltern

Ich bin seit einigen Jahren als Lehrerin in Pension. Trotzdem bewegt mich die Feriendiskussion noch immer. Teilweise denke ich als ehemalige Lehrerin und teilweise als Oma, die in den Ferien auf ihre Enkelkinder aufpasst.
Prinzipiell bin ich gegen Herbstferien. Es ist im Schuljahr der einzige längere Zeitraum, der wenig durch freie Tage unterbrochen wird. Als Lehrerin habe ich festgestellt, dass in dieser Zeit immens viel weiterging. Alle paar Jahre fallen die Feiertage so, dass Ende Oktober/ Anfang November die Feiertage so fallen, dass nur drei Tage in einer Woche Schule sind. Vielleicht sollte man einfach einmal versuchen alle wirtschaftlichen Aspekte außer Acht zu lassen und nur an die Schüler/-innen zu denken: Nach einer Woche schulfrei brauchen sie immer zwei bis drei Tage, bis sie wieder in der Schule angekommen sind und erst dann kann mit der Erarbeitung des neuen Stoffs fortgefahren werden.
Als Oma möchte ich darauf hinweisen, dass es immer schwieriger wird, dass Großeltern in den Ferien die Kinder betreuen, da viele ebenfalls noch im Arbeitsprozess drinnen sind. Wer betreut im Herbst die Kinder? Müssen sich die Eltern eine Urlaubswoche nehmen (die dann im Sommer wieder abgeht) oder gibt es dann an den Schulen Kinderbetreuung? Das stellt aber die Idee der Herbstferien auf den Kopf, wenn die Kinder wieder zur Schule gebracht werden und dort dann ohne Unterricht ihre Zeit verbringen.
Mein Vorschlag wäre ganz einfach. Alle Zwickeltage im Schuljahr werden vom Bundesministerium frei gegeben. Das wären manchmal pro Jahr zwei, manchmal sechs freie Tage.


Gertrude Neidhart, 3335 Weyer

Aufgerufen am 24.09.2020 um 11:53 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/neue-ferien-fuer-schueler-innen-und-eltern-65052721

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