Leserbrief

Neuer Fahrplan - Obus-Takt unverändert schlecht

Bei vielen der Ankündigungen zur Verbesserung des Stadt-Verkehrs im Obus-Netz heißt es weiterhin "Bitte warten". Für Benutzer unfreundliche Intervalle und Kurzführungen zu den Tagesrandzeiten bestimmen auch nach dem Fahrplanwechsel das Angebot der Salzburg AG. Während der Modal-Split - Anteil am öffentlichen Verkehr - in anderen Städten boomt (Wien 39, Linz 21, Graz 20 Prozent), kommt Salzburg mit seinem mageren 15 Prozent nicht vom Fleck. Das ist bei halbstündigen Intervallen zu den Tagesrandzeiten (Nord-Süd-Hauptlinie an Sonn- und Feiertagen bis ca. 10.30 Uhr) und den Kurzführungen (z. B. Linie 5) kein Wunder. Das Angebot wurde in den letzten Jahren laufend zurückgenommen. Aus Kostengründen gelangen nur wenige Fahrzeuge in den Umlauf. Die Lenker müssen mit - oft extrem kurzen - Umlaufzeiten zurechtkommen, was in vielen Fällen zu Anschlussbrüchen führt: Beim Halb-Stunden-Takt hat dies für die Fahrgäste äußerst negative Folgen. Im Übrigen legt die Salzburg AG sehr wenig Wert auf die Außenreinigung ihrer Fahrzeuge. Zum Unterschied der Albus-Busse, die tagtäglich die Waschstraße passieren und für ein positives Image des öffentlichen Verkehrs sorgen, verlassen Obusse der Salzburg AG - auch nach tagelangem Schönwetter und trockenen Straßen - die Remise mit schmutzigen Fenstern und Türen. Service der Salzburg AG?


Erwin Krexhammer, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 06.12.2020 um 12:07 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/neuer-fahrplan-obus-takt-unveraendert-schlecht-62350663

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