Leserbrief

Neuerliche Einsparungen beim Heer?

Der Bundespräsident warnte davor, dass das Bundesheer seinen Verfassungsauftrag nicht mehr erfüllen könne. Die Luftstreitkräfte brauchen neue Hubschrauber und eine Lösung bei Jet-Flugzeugen, um für die Katastrophenhilfe und aktive Luftraumüberwachung fit zu sein. Desolate Kasernen, ein antiquierter Fuhrpark, alte Waffensysteme und eine unzureichende Flugabwehr, charakterisieren den Zustand des Bundesheeres.

Kontraproduktives Sparen in der Beschaffung und bei der Modifikation von einsatzwichtigem Gerät haben das Bundesheer geschwächt, und jetzt sind teure Sanierungen notwendig, um die verfassungsgemäßen Aufgaben im Anlassfall erfüllen zu können. Jedoch es fehlt das Geld. Der Übergangs-Verteidigungsminister GenMjr Thomas Starlinger überprüfte daher laufende Projekte. Dabei ist auch die - zusammen mit dem Land Steiermark und Red Bull veranstaltete - Airpower-Flugshow in Zeltweg bewertet worden. Diese hat man in Anbetracht der weitreichenden Auswirkungen auf die Wirtschaft und wegen der fortgeschrittenen Planung belassen.

Von der Bundesregierung Kurz wurde beschlossen, das aufgelöste Militär-Realgymnasium in anderer Form weiterzuführen und zu einer Ausbildungsstätte auch für den polizeilichen Bereich auszubauen. Die ersten beiden Klassen sollten heuer noch im Gebäude des ehemaligen Militär-Realgymnasiums untergebracht werden, bis ein Neubau fertig ist. Jetzt wird das Projekt "Sicherheitsschule" aus finanziellen Gründen beendet. Ob man gerade in der erweiterten Sicherheitsausbildung sparen muss, sei dahingestellt.


Oberst iR Kurt Gärtner, 4600 Wels

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