Leserbrief

Neues von der Post

Dass hierzulande Briefe verspätet zugestellt werden, Sendungen verschwinden etc. ist immer wieder nachzulesen. Wenn man - so wie ich - 100 Euro pro Jahr für ein Postfach bezahlt, sollte man annehmen, dass die Sendungen auch dorthin zugestellt werden. Weit gefehlt, immer wieder finde ich einen prall gefüllten Hausbriefkasten vor, Reklamationen, auch schriftliche, werden ignoriert, Ausreden sind an der Tagesordnung. Jüngstes Highlight: Ein Schreiben meiner Bank wurde dem hiesigen Bezirksgericht zugestellt, meinen Nachforschungen zufolge nicht zum ersten Mal. Wohlgemerkt: Alles korrekt an mich adressiert, keine Namensgleichheit, völlig andere Adresse. Ich weiß schon, beim Arbeiten passieren Fehler, das ist nur menschlich. Eine derartige Häufung von andauernden Fehlleistungen gibt allerdings zu denken. Wer des Lesens mächtig ist, ist nicht nur im Vorteil, sondern sollte auch in der Lage sein, Briefe korrekt zuzustellen. Der Werbeslogan "Wenn's wirklich wichtig ist, dann mit der Post" liegt sowas von daneben, Tatsache ist: im Gegenteil!


Dr. Claudius Egger, 5202 Neumarkt am Wallersee

Aufgerufen am 30.10.2020 um 08:44 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/neues-von-der-post-68593186

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