Leserbrief

Neutor-Sperre - so nicht!

Der Gedanke, das Neutor für den Durchzugsverkehr zu sperren, ist an sich nicht schlecht. In der von den drei Parteien, im Sprachgebrauch Rot, Grün und Neos, beschlossenen Form jedoch nur bis zum Wahltag, d. h. kurz vorausgedacht. Im Hinblick auf eine zeitlich weiter vorausschauende Verkehrsführung und Planung ist eine Sperre des Neutors nur sinnvoll, wenn sie von flankierenden Maßnahmen begleitet wird. Dazu zählt - vor verfügter Sperre - der Ausbau der Mönchsberggarage mit einhergehender Schaffung einer Südausfahrt.

In näherer und weiterer Zukunft werden Gäste mit dem Auto in die Stadt kommen. Ob autonom gefahren oder in bisher gewohnter Form selbst lenkend, benötigt man Platz zum Abstellen der Autos. Was eignet sich besser dazu als eine Garage im Berg? Die Südausfahrt ist nötig zur Verteilung des Verkehrs und aus Sicherheitsgründen. Der Ausbau unter Beibehaltung ausschließlich der bisherigen Zufahrt über Maxglan würde dem Florianiprinzip folgen, die Maxglaner haben eh schon Verkehr, auf die paar Autos kommt's auch nicht an.

In Bezug auf die Sicherheit in der Garage nehme man sich ein Beispiel aus der Bionic. Die meisten unter der Erde wohnenden Tiere haben in ihren Behausungen zwei Ein- u. Ausgänge, eben auch um einen Fluchtweg zu haben. Man stelle sich ein größeres Feuer in der Garage vor mit der bisherigen Zufahrt von der Neutorstraße her. Die Südeinfahrt lässt sich mit einem Tunnel unter dem Krauthügel gut realisieren. Unmöglich - mitnichten. Ich verweise auf die gelungene Einhausung der Tauernautobahn in Zederhaus. Der Herr Bürgermeister von Zederhaus ist sicher eine kompetente Persönlichkeit, bei der man nachfragen kann, wie man so ein Projekt zum Wohle aller erfolgreich gestaltet.


Mag. Peter Plaikner, 5020 Salzburg

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