Leserbrief

Nicht absagen - neu denken

Mit dem Lockdown sind wieder alle Veranstaltungen untersagt. Wir sind daher alle aufgerufen, alles neu zu überdenken. Nur über ein Herangehen von absurden Lösungsmöglichkeiten zum Machbaren werden wir das Virus überstehen.

Warum muss es ein Weihnachtsmarkt sein mit Gedränge in schmalen Gassen? Kann sich zum Beispiel nicht ein Weihnachtspfad vom Schloss Mirabell über den Mirabellgarten zum Landestheater, entlang der Salzach zum Rathaus und weiter über den Alten Markt, Residenzplatz und Mozartplatz zum Domplatz und Festspielhaus entwickeln? Mit Verkaufsständen, die in großen Abständen zum Lustwandeln durch die Altstadt einladen? Die Geschäfte und Hotels entlang der Weihnachtsmeile würden ebenfalls profitieren.

Und sollten Menschenmassen kommen, wären diese nicht in Einbahnstraßen gepfercht, sondern weiträumig verteilt. Natürlich wäre auch die zuständige Behörde gefordert, "alte Hüte" zu vergessen.

Oder: Warum muss eine Konzertveranstaltung, wenn sie wieder erlaubt sind, nur an drei Abenden stattfinden? Die Orchestermusiker wollen spielen und müssen täglich üben. Warum streckt man deren Auftritt nicht auf sechs Tage?

Ist dies in einer Zeit, in der die Musiker um ihre Existenz bangen, nicht lösbar? Oder: Warum soll eine Schneebar nicht Hunderte Meter lang sein? Platz gibt es in den Skigebieten genug!

Wie sagte im letzten Wahlkampf ein Politiker? "Geht nicht - gibt's nicht."

Nur so werden wir gemeinsam den Kampf gegen das Virus gewinnen und unserem gewohnten Leben wieder näher kommen.

Dipl.-Ing. Helmuth Skolaut, 5310 Mondsee

Aufgerufen am 27.11.2020 um 07:20 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/nicht-absagen-neu-denken-95101468

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