Leserbrief

Notfallversorgung und Bürokratismus

Donnerstag, 25. 4. 19, 18.00 Uhr - Haltestelle der Salzburger Verkehrsbetriebe vor dem Haupteingang der Landeskrankenanstalten:
Ein Mann mit Krücken bricht plötzlich zusammen und stürzt auf den Gehsteig, wo er liegen bleibt. Ein zufällig des Weges kommender Arzt und wir bemühen uns, dem Mann zu helfen. Der nur ca. 20 m entfernte Pförtner in seiner Loge wird gebeten, aktiv zu werden und einen Notfalldienst des Krankenhauses herbeizurufen. Ausgesprochen mürrisch und unfreundlich erwidert dieser, wir sollten uns nicht aufregen, er wisse schon was zu tun sei. Nachdem einige Zeit vergeht und niemand erscheint, reklamieren wir insgesamt dreimal bei ihm. Nun wird uns erst bewusst, dass er keinesfalls jemand aus dem Krankenhaus alarmierte, sondern bei der Rettungsleitstelle in Schallmoos!
Man glaubt es kaum, aber Sie können praktisch fast auf dem Gelände des Krankenhauses versterben, weil nicht der "nächste" Notdienst, sondern die kilometerweit entfernte Rettungszentrale dafür zuständig ist.
Welche praxisfremden Bürokraten sind hier am Werk?

Erwin Stocker, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 28.10.2020 um 10:28 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/notfallversorgung-und-buerokratismus-69368197

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