Leserbrief

Obus-Oberleitung ist ohne Alternative

Liebe Frau Unterkofler!

Mir gefällt die Oberleitung auch nicht, aber es gibt keine ökologische Alternative!

Batteriebetriebene Busse benötigen im Betrieb um 40 Prozent mehr Energie wegen der Verluste beim Laden und Entladen und der zusätzlichen Totlast. Ferner führen Abbau der Rohstoffe für die Batterien und deren Wiederverwertung zu einer beachtlichen Umweltbelastung! Für echte ÖVPler ist das kein Argument - Hauptsache, Fortschritt. Der Wasserstoffbus benötigt vier Mal (!) so viel Strom wie der altbewährte Obus. Die zweifache Umwandlung (Elektrolyse und Brennstoffzelle) bringt hohe Verluste. Im Fahrzeug muss der gewonnene Strom in Batterien zwischengespeichert werden, da die Leistung der Brennstoffzellen nur langsam variiert werden kann. Eine grüne Verkehrspolitik müsste die Obuslinien massiv ins Umland verlängern. Überland-Obusse für 80 Kilometer pro Stunde sind kein Problem. Gerade in einer hügeligen Umgebung (Mondsee, Fuschl, Abtenau ...) wäre der Vorteil dieser alten Technik ganz massiv.

DI Manfred Uttenthaler, 8053 Graz

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