Leserbrief

Obus-Remise betrieblich unverzichtbar!

Die Signale zur Zerstörung des umweltfreundlichen Obus, die einzige funktionierende Form der Elektromobilität auf der Straße, sind unüberhörbar! Wahrscheinlich ist das der wahre Grund, warum der Bürgermeister der Stadt Salzburg jegliche Kommunikation mit engagierten Bürgern verweigert. "Bürgerbeteiligung" ist ein plumper, rein medialer Gag. Die Aussage "unnötige Obuslinien" einstellen zu wollen, ohne das näher zu definieren, deutet eindeutig auf das Ziel der Zerstörung des umweltschonenden Obus-Betriebes hin. Bekanntlich wird der Salzburger Obus, seit 1940, nachweislich zu 96 Prozent aus Strom aus Wasserkraft vom Wiestal-Kraftwerk versorgt.
Noch klima- und umweltschützender, als der OBUS, geht kein Straßenverkehr!
Obus-Remise - Herz des ÖPNV und keine Immobilien-Spekulation!
Völlig unabhängig davon, mit welcher Antriebsart die Busse durch die Stadt fahren, brauchen sie viel Platz im Herzstück des jeweiligen Verkehrsunternehmens, im Betriebshof. Beim Schienenverkehr, wie eben der Obus nach Gesetz einer ist, heißt das "Remise".
Wenn der vielfach politisch artikulierte Wunsch "Ausbau des ÖPNV" nur einen Funken an Realität haben soll, braucht es dazu ausreichenden Platz mit Werkstätten und Abstellanlagen für die Nacht!
Salzburg braucht längst schon eine zweite Obusremise. Die bestehende Zentralgarage Alpenstraße muss unbedingt mindestens als Abstellanlage erhalten bleiben. Die neue Remise Liefering sollte, auf jeden Fall, gemeinsame Werkstätten für Obus und Lokalbahn erhalten und über die Messestadtbahn an die bestehende Lokalbahn Richtung Innenstadttunnel angeschlossen werden. Auch für die zukünftigen zusätzlichen Lokalbahn-Triebwagen für die Stadtdurchfahrt wird Abstellplatz benötigt werden. Im ebenerdigen Remisenbereich finden die Lokalbahn-Garnituren und die Werkstätten ausreichend Platz. Eine Etage darüber wird es dann ausreichend Platz für Obus-Abstellbereiche geben.
Obusremisen-Areal Liefering ist keine Spielwiese für fragwürdige Immobilien-Spekulanten!
Ob es darüber hinaus, ab dem zweiten Stock, auch Büros und Wohnungen geben soll, kann diskutiert werden. Worüber es absolut keine Diskussion geben darf, ist die derzeitige Situation, in der irgendwelche obskure Immobilienspekulanten glauben, das Areal der früheren Autobahnmeisterei als reine Korruptions-Spielwiese missbrauchen zu können.
Es geht um die längst notwendige und überfällige zweite Obusremise und um Vorbehaltsflächen für eine zukünftige zweite Lokalbahn-Remise. Für Missbrauch von Steuergeldern und Immobilien-Spekulationen gibt es nicht das geringste Verständnis!

Richard Fuchs e.h., Obmann Die Rote Elektrische und Dipl.-Ing. (FH) Erwin Pamp e.h., Schriftführer Die Rote Elektrische, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 02.12.2021 um 05:47 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/obus-remise-betrieblich-unverzichtbar-77383720

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