Leserbrief

ÖSV-Führung versagt

Wenn es einmal nicht so erfolgreich läuft, ist man um Ausreden nicht verlegen, und versucht die Leistungen der anderen Disziplinen verbal zu schmälern. Der Führungsstil des ÖSV ist gelinde gesagt katastrophal. Es konzentriert sich alles auf den alpinen Rennsport. Andere olympische Disziplinen werden vernachlässigt, ja ausgehungert, um ja keine Konkurrenz aufkommen zu lassen. Damit sollen die teilweise mittelmäßigen Leistungen im alpinen Bereich in besserem Licht erscheinen. Vergleichbare Platzierungen in anderen Disziplinen werden medial nicht kommuniziert. Wettkämpferinnen müssen sich ihre Weltcupeinsätze und auch die Trainer selbst finanzieren. Der ÖSV verweigert Zuschüsse (z. B. 400 Euro) für die Ausbildung von Wertungsrichtern und technischen Delegierten. Damit sind nationale Wettkämpfe praktisch unmöglich, und der Nachwuchs fehlt natürlich. Aber für fragwürdige geheime Sonderbudgets sind 36.000 Euro kein Problem. Alle Vorschläge zur Verbesserung der Situation werden von oberster Stelle abgeschmettert, Protokolle bleiben unter Verschluss, E-Mails bleiben unbeantwortet und Eigeninitiativen werden sanktioniert.

Es wäre höchst an der Zeit, dass die Altherrenriege in den ÖSV-Gremien abtritt und Platz macht für Leute mit einer modernen und fairen Verbandskultur.

Hans Kaiser, 8641 Sankt Marein

Aufgerufen am 25.11.2020 um 10:07 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/oesv-fuehrung-versagt-82981420

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