Leserbrief

Opfer eines Machtkampfs

Den Aussagen von Frau Klinger in ihrem SN-Leserbrief vom 15. 10. 2019 ("Machtkampf im Schloss Mirabell") muss leider vollinhaltlich zugestimmt werden: Es ist doch seltsam, dass der Magistratsdirektor der Stadt Salzburg, der, wie den SN vom 3. 10. 2019 zu entnehmen ist, wegen "zwei verhängnisvollen E-Mails" (!) verurteilt worden ist, nach Meinung der Stadtpolitik tatsächlich den Sessel räumen soll, obgleich das weder das Gesetz noch die Gerichte von ihm verlangen oder erwarten.

Gerade dann, wenn sich dem Normalbürger die Frage aufdrängt, ob denn die Justiz das Augenmaß verloren hat (lesenswerter Artikel in den SN vom 3. 10. 2019), überlegt die Salzburger Stadtpolitik, ob sie dem Ganzen nicht noch eins draufsetzen kann.

Es ist bitter, dass es tatsächlich einige Personen zu geben scheint, die sich aus der menschlichen Tragödie der Verurteilten eine persönliche Portion "machtpolitisches Kapital" herausschlagen wollen. Man kann daher nur hoffen, dass auch hier das Gesetz gilt und sich deshalb rein politische Interessen nicht durchsetzen.
Denise Huber
5020 Salzburg

Aufgerufen am 17.01.2022 um 01:30 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/opfer-eines-machtkampfs-78430336

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