Leserbrief

Optimale Führung des S-Link?

Wie man weiß, wohnen und arbeiten im Dreiländereck Bayern, Oberösterreich und Salzburg im Umkreis von 70 km unserer Landeshauptstadt 1,6 Millionen Menschen. Die Nord-Süd-Durchbindung der Salzburger Lokalbahn durch die Stadt Salzburg im Tunnel stellt daher aufgrund der geografischen Verhältnisse im Zentrum die einzige Möglichkeit dar, den öffentlichen Nahverkehr mit der für einen wirtschaftlichen Betrieb notwendigen hohen Fahrgastkapazität auszustatten. Gleichzeitig sind mit derselben auch die besten Ergebnisse für den notwendigen Klimaschutz, der im alpinen Bereich nachhaltiger durchgeführt werden muss, zu erzielen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Zentrum der Mozartstadt, die linke Altstadt, durch zwei Stationen im Bereich der Staatsbrücke und des Kapitelplatzes angeschlossen wird, wodurch auch die innere Riedenburg mitbedient würde. Offiziell heißt es, dass die besagte Variante "1c kurz" noch mit überprüft wird. Tatsächlich sind aber keinerlei Bodenbohrungen zur Abklärung der geologischen Verhältnisse in der linken Altstadt, am linken Staatsbrückenkopf, in der Getreidegasse oder dem Alten Markt erkennbar.

Beide Variantenabweichungen, aber insbesondere der Verzicht auf eine Station bei der Staatsbrücke, würden dem Zukunftsprojekt Salzburgs sehr schaden. Zudem besteht mit dem Bund ein Abkommen, dass dieser die Hälfte der Baukosten mitträgt. Deshalb sind sowohl Aufklärung als auch korrekte Information über den Planungsstand mit einer Optimierung des Projektes unter Mithilfe der zukünftigen Fahrgäste notwendig!

Dr. Dietmar Golth, Obmann Pro-RSB

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