Leserbrief

Personalknappheit im Hotel- und Gastgewerbe

9.000 Stellen sind nicht besetzt. Die Branche will Koch in die Liste der Mangelberufe aufnehmen, um zusätzlich Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten anheuern zu können. Welche Absicht steckt hinter diesem Vorhaben? In Österreich sind genügend ausgebildete Fachkräfte vorhanden. Aber zu schlechten Arbeitsbedingungen und mieser Entlohnung wie in der Tourismusbranche sind viele Arbeitnehmer nicht mehr bereit ihrem Beruf nachzugehen und suchen sich eine andere Beschäftigung. Die Maßnahmen der Türkis-Blauen Bundesregierung verschärfen die Situation noch, indem sie die erlaubte Tages- und Wochenarbeitszeit verlängern und die Ruhezeiten verkürzen.
Die Ursachen der Miesere scheinen sie nicht beseitigen zu wollen. Der wahre Grund nach dem Schrei nach "Mangelberuf" ist, Köche aus Billiglohnländern zu rekrutieren, die bereit sind zu diesen schlechten Bedingungen zu arbeiten. Was ist das Nächste, Kinderarbeit wie in Drittstaaten? Arbeitnehmer verdienen ordentliche Arbeitsbedingungen und bessere Entlohnung, auch würde die derzeitige Personalknappheit beseitigt.

Norbert Hüttel, 4400 St. Ulrich bei Steyr

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