Leserbrief

Pferdekot in der Innenstadt

Soeben bin ich von der Maxglaner Hauptstraße zur Neutorstraße geradelt und mindestens drei großen Pferde-Hinterlassenschaften (liebevoll Pferdeäpfel genannt) ausgewichen, längst zu einer breiten Spur zermalmt, für jeden Radfahrer eine höchst rutschige Angelegenheit, da die Autofahrer auf einen von Pferdekot bedrohten Radfahrer grundsätzlich keine Rücksicht nehmen, gleich ob aus Gedankenlosigkeit oder Schadenfreude.

Nur: Wieso müssen wir das so hinnehmen - quasi schicksalergeben? Wenn heutzutage ein Hundebesitzer ohne sein Sackerl fürs Gackerl unterwegs ist, muss er damit rechnen, von anderen zurechtgewiesen zu werden. Aber Pferdebesitzern ist es gestattet, die Straßen einer Stadt verunreinigen zu lassen? Und das, obschon nicht nur optisch, sondern vor allem olfaktorisch dies mehr stört als ein Hundegackerl? Dass dies obendrein eine nicht zu unterschätzende Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer darstellt, scheint überhaupt kein Thema zu sein.

Meiner Ansicht nach ist jeder Pferdebesitzer genauso wie jeder Hundebesitzer für die Hinterlassenschaften seiner Tiere verantwortlich - und das ganz unabhängig von der Diskussion, ob Pferdefuhrwerke in einer Stadt nicht gegen jeden Tierschutzgedanken sind.

Olaf Arne Jürgenssen, 5342 Abersee

Aufgerufen am 29.05.2022 um 12:48 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/pferdekot-in-der-innenstadt-71346952

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