Leserbrief

Pflanzliche Ernährung statt Tierausbeutung

Lachgas ist 300 mal treibhauswirksamer, als CO2. Dass wir das nicht erfahren, dafür sorgt die Milch-, Fleisch- und Pharmaindustrie. Denn 64 Prozent des Lachgases wird durch Tierhaltung erzeugt. Anstatt auf das Auto zu verzichten, sollten wir also lieber auf pflanzliche Ernährung umstellen. Das spart pro Person zwei Tonnen CO2 jährlich! Das bedingt ganz sicher nicht den Ruin der Bauern, vorausgesetzt sie verfügen über Weitblick, Flexibilität und den Wunsch, nicht länger von EU Almosen abhängig zu sein. Wer sich dennoch Sorgen um sie macht, der sollte sich fairerweise auch Sorgen darüber machen, was passiert, wenn aufs Auto verzichtet wird. Wovon sollen dann die Autohersteller leben, die Autoteilzulieferer, Autoverkäufer, Werkstätten, Reifenhersteller, Abschleppdienste, Fahrschulen, Tankstellenbetreiber und was machen dann eigentlich die armen Ölscheichs? Und jeder, der in kein Flugzeug mehr steigt oder keine Kreuzfahrt mehr bucht, sollte schlaflose Nächte haben, wegen der Reisebüros, den Flugzeugherstellern, Werften, Crewmitgliedern, Cateringfirmen, Uniformherstellern, Stewardessen, dem Boden und Reinigungspersonal. Leben ist und bleibt nun einmal Veränderung. Aber die meisten Menschen sind leider so genußsüchtig, dass sie auf vieles verzichten, aber keinesfalls auf Steak und Käse. Umweltzerstörung im großen Stil wird dafür ebenso in Kauf genommen, wie normal gewordene Tierausbeutung. Letztendlich wird die Verantwortung dann auf die Politik abgewälzt und so unsere nicht vorhandene Schuldlosigkeit gerechtfertigt.

Karin Larcher, 5084 Großgmain

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