Leserbrief

Politische Initiative für das Problem "Wohnen"

Der junge Stadtrat Lukas Rösslhuber hat Recht, wenn er meint, dass sich das Wohnen in Salzburg nur mehr wer leisten kann, der zumindest Stadtrat ist, oder eben entsprechend geerbt hat. Und genau dieser Sager sollte eigentlich der Startschuss für eine politische Initiative von Land, Stadt Salzburg, Gemeinden und Genossenschaften sein. So wie man letztendlich nach jahrelangem Druck auf die Verkehrsmisere reagiert hat (Danke Herr Landesrat Schnöll!), so sollte auch auf das üble Problem "Wohnen" reagiert werden (Frau Landesrätin Klambauer?). Es braucht einen Plan über fünf Jahre hinweg. Bis 2025 muss es 10.000 Wohnungen mehr geben im Land. Und zwar eine gute Mischung aus Starterwohnraum, betreutem Wohnen, normale Familienwohnungen und barrierefreies Wohnen. Alles auf Miete, denn Eigentum können sich jene, die Wohnraum brauchen bzw. suchen, ohnehin nicht leisten. Auch nicht mit dieser lächerlichen Landesförderung. Die Politik soll die Rahmenbedingungen festlegen, auch die zum Teil grotesken Normen beseitigen. Und die Profis in den Genossenschaften sollen umsetzen. Oder will man die Verkehrsmisere lösen, indem man die Leute nicht wohnen lässt, um sie dadurch zu vertreiben?


Günter Österer, 5020 Salzburg

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