Leserbrief

Politkrimi um die Raumordnung

Der Bericht "Gasthof statt Käserei: Politik sagt doch Ja" von Susanna Berger und Thomas Auinger (SN vom 6. 2. 2020) zeigt fachlich und sachlich klar auf, in welchem Dilemma Kommunalpolitiker in Bezug auf Raumordnung stecken. Raumordnungspolitik kann sich nicht im Ränkespiel "Wer hat den längeren Atem?" abspielen. Es geht schlicht darum, was ist geltendes Recht, und danach hab ich mich als Einschreiter zu richten. Damit ist aber auch klar, ich kann nicht bauen, bevor nicht eine gesetzeskonforme Widmung vorliegt.

Mit der nun angekündigten Sanktionierung der Vorgehensweise des Einschreiters macht sich die Kommunalpolitik für die Zukunft erpressbar, es geht aber auch darum, wie geht man mit dem kleinen Mann im Verhältnis zum Betongoldinvestment um?

Dieses Geschehen ist ein Musterbeispiel, wie sinnvoll die Raumordnung bei unserem bayerischen Nachbarn ist. Die Vorgänge in Seekirchen und Schleedorf zeigen einmal mehr auf, dass eine Verlagerung der Raumordnung nach bayerischem Vorbild zur Befreiung der Kommunalpolitik aus diesen Zwängen unumgänglich ist.

Das Geschehen in Seekirchen und Schleedorf liest sich wie ein raumordnungspolitischer Kriminalroman.

Helmut Auer, 5071 Wals

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