Leserbrief

Politpension korrekt, aber unverständlich

Politiker haben es heute sicher nicht leicht, das sehen wir auch am teilweise geringen Interesse der Bevölkerung, politische Funktionen zu übernehmen. Es wird ja nur das größte menschliche Gut dafür hergegeben, Lebenszeit.
Früher war es besser. So informierten am 7. 2. die SN. Der "grünalternative Methusalem" Voggenhuber beantragt Politikerpension in der Stadt Salzburg und bekommt für fünf Jahre aufopfernder Stadtratstätigkeit in den Achtzigern des letzten Jahrhunderts nun über 4100 Euro monatlich (hoffentlich brutto). Ich weiß, juristisch korrekt und entspricht der damaligen Rechtslage, aber moralisch unverständlich. Es gibt keine ASVG-Pension, die selbst nach 45 Jahren Höchstbeitragsleistung an diesen Betrag heranreicht. Und ob die Stadtpension das alleinige Income des Herrn Voggenhuber ist - er war ja auch Nationalrat und Europaabgeordneter -, darüber können wir nur rätseln. Ich bin empört und tröste mich mit der Relativität in Georg Simmels "Philosophie des Geldes" - gute alte Zeit, er schrieb es 1900!


Dr. Gerhard Putz, 5071 Wals

Aufgerufen am 28.10.2020 um 10:25 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/politpension-korrekt-aber-unverstaendlich-65408215

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