Leserbrief

Polizei in Salzburg

Zum Leserbrief "Die Polizei: Dein Freund und Helfer" von August Fuchsberger im SN-Lokalteil am 10. Jänner: Ich freue mich über den Bericht und das damit verbundene Lob von Herrn Pfarrer Fuchsberger an der Salzburger Polizei. Sehr unterstützend agierten hier offensichtlich Beamt/-innen. Da ich aber gerade vor einigen Tagen zu einer ähnlichen Problemlösung mit Hilfe der Polizei tätig werden wollte - und dies aber nicht gelang - folgende kurze Geschichte: In der Schrannengasse lag im Bereich der Busspur ein "dicker" Schlüsselbund auf der Straße, welcher offensichtlich einem/einer Fahrradfahrer/-in aus der Tasche gefallen war. Ich brachte den Bund zum Fundbüro ins Schloss Mirabell, stellte aber fest, dass der Einwurfkasten für verloren gegangene Gegenstände erst drei Tage später (nach dem Wochenende) geöffnet werden würde. In der Annahme, dass hier jemand gerade verzweifelt versucht, den Schlüssel für seine Wohnung und sein Auto wieder zu bekommen, versuchte ich, den Schlüssel an der nächstgelegenen Polizeiwachstelle am Bahnhof abzugeben. Die diensthabende Beamtin, welcher ich die Sachlage erklärte, öffnete nicht einmal die Türe zum Wachzimmer. Unfreundlich, abweisend und auf die Abgabestelle für "Lost and Found" im Hof des Schlosses Mirabell verweisend. Sie beendete kommentarlos das Gespräch an der Gegensprechanlage - es interessiere sie nicht - sie sei nicht zuständig. Welche Worte mir spontan über die Lippen kamen? Worte des Dankes, wie bei Herrn Fuchsberger, waren es nicht.

Hans Peter Radauer, 5020 Salzburg

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