Leserbrief

Positiv denken - Lob an Alexander Purger

Alexander Purger beginnt seine sarkastischen Ausführungen zum Thema "Wie man sich einen Horizontal-Sager vertikal redet" mit positivem Denken (SN vom 27.11.18) und zeigt mit seinen Ausführungen wie verkommen die Sprache in der Politik ist.
Viktor Herman schrieb in den SN vom 12.9.18 "die Verrohung der Politik beginnt mit der Sprache" und führte dazu aus: An der Wortwahl von Politikern ist schon bald erkenntlich, welche Taten sie in der Zukunft setzen werden. Nicht nur im Normalleben auch im politischen Leben muss man sich einer Lebensweisheit besinnen. Drei Dinge sind unwiederbringlich: Der vom Bogen abgeschossene Pfeil, das in Eile gesprochene Wort, die verpasste Gelegenheit.
Es kann nicht Aufgabe der Politik sein, Tabus gezielt zu verletzen, und wenn die Empörung in der Öffentlichkeit spürbar ist, dann wird sozusagen halbherzig zurückgerudert, wobei inhaltlich wenig zurückgenommen wird.
Politiker sollen sich bewusst sein, dass die eine oder andere Zuspitzung hilft. Nur wer überzieht, kann sein Publikum verlieren. Den Bürger schreckt solche Rhetorik ab. Man gibt sich dem Geschehen hin, aber der Bürger wendet sich innerlich angeekelt von den politischen Akteuren und Strukturen ab.

Auer Helmut, 5071 Wals

Aufgerufen am 26.11.2020 um 12:20 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/positiv-denken-lob-an-alexander-purger-61623271

Schlagzeilen