Leserbrief

Profit und Natur

SN "aus Stadt und Land" 24.Sept. 2019 - Interview mit Bergretter Bernd Tritscher

Zum Artikel: "Salzburgs Bergretter im Dauereinsatz: 'Gefahren werden nicht mehr akzeptiert'" (SN v. 24. 9.):

Den Gedanken dieses offenbar gescheiten und erfahrenen Mannes ist wenig hinzuzufügen. Schwierig ist allein die Umsetzung seiner Überlegungen, solange versucht wird, immer noch und noch mehr Geschäft mit der Natur zu machen.
Vielleicht müssen Menschen, ich sage bewusst nicht "Konsumenten", dafür mit ihrem Hausverstand dazu gelangen, nicht jedes Konsumangebot kritiklos anzunehmen.
Analoges gilt übrigens auch für andere sog. "Outdoor"-Betätigungen, wie z.B. Snowboarding, zunehmend auf Skitouren gehen, und jedenfalls für die Segel-Charter-"Industrie".
Nur, wie können Menschen (wieder) zu einem Hausverstand in der Begegnung mit der Natur gelangen, nachdem ihnen seit langem eingeredet wird, die Natur sei ein riesiger Funpark, der "bespielt" werden müsse, und Natur einfach so sei "fad". Sprich, Einrichtungen und Angebote müssten künstlich (und damit verkaufsfähig) geschaffen werden, sonst seien - je nach Herkunft der Argumente - Arbeitsplätze bzw. Wirtschaftszweige gefährdet?
Somit, welche Unternehmen beginnen damit, ihr Geschäft (wenn schon trendige Begriffe nötig erscheinen) mit einem "sensible outdoor living" zu machen, wer beginnt mit Marketing für einen Trend in Richtung "Hausverstand in der Natur"?

Dr. Günther G. Morawetz, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 28.11.2020 um 03:33 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/profit-und-natur-76844101

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