Leserbrief

Projekt Windsfeld ist in mehrfacher Hinsicht problematisch

Als Alpenvereinsmitglied schreibe ich diese Zeilen in Antwort auf den Artikel ",In Schönheit gestorben ist auch tot'" in den "Salzburger Nachrichten" von Samstag, 19. 3. 2022:

Das Projekt Windsfeld ist in mehrfacher Hinsicht problematisch: Technisch geht es nicht nur um die Windräder (bis zu neun, Höhe über 200 m), sondern genauso massive bauliche Eingriffe sind der Bau einer Zufahrtsstraße und der Bau einer Starkstromtrasse bis zum nächsten Umspannwerk. Informationen über bereits erfolgte Windmessungen, Verlauf und Ausführung der Straße fehlen. Der Verlauf der Stromtrasse ist offen. Die Wirtschaftlichkeit des Projekts wurde in keiner Weise mit Zahlen unterlegt. Wie verhält es sich mit Rückbaukosten?

Dass der Standort mehr als problematisch ist, ergibt sich schon daraus, dass ein Projekt der Salzburg AG am gleichen Standort vor etwa sieben Jahren fallengelassen wurde.

Rechtlich: Dem vorliegenden Landesentwicklungsplan-Entwurf fehlen die Begründungen - Mängel, die bei eventuellen Rechtsverfahren zu massiven Verzögerungen führen können. Der Alpenverein weist auf diese Mängel hin. Die Unvereinbarkeit naturschutzrechtlicher Art zum Schutz der Pflanzen und Tierwelt liegt auf der Hand. Die Höhenlage und die Nähe zu einem Landschaftsschutzgebiet führen zur Ablehnung.

Die Alpenkonvention nimmt Bund, Land und Gemeinden in die Pflicht. Herr Landesrat Schwaiger, nehmen Sie diese Argumente ernst, vermeiden Sie unsachliche Aussagen und sind Sie sich Ihrer persönlichen Verpflichtung bewusst.


Dr. Konrad Meindl, 6020 Innsbruck

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