Leserbrief

Psychische Beeinträchtigung

Menschen mit psychischer Beeinträchtigung sind - trotz vieler Beteuerungen zu mehr Verständnis gegenüber dieser Krankheit - immer noch benachteiligt und ausgegrenzt. Oftmals wird verhindert, dass man sie vorurteilsfrei in Gemeinschaften lässt und zugegeben, dass man mit Ihnen lacht, lebt und arbeitet, wie mit anderen auch. Der Grund ist oft der: Die Angst selber psychisch krank zu werden. Eltern ziehen sich von ihren Kindern zurück, Mitarbeiter in einer Firma von Kollegen. Es scheint, als gingen uns die Mittel aus, jemand beizustehen, wenn er in einer Krise ist: etwa durch Empathie oder durch mehr Wissen über den Krankheitsverlauf. Doch gilt auch hier: Wer jemand aus seiner Isolation herausholt, der ist wirklich ein Beistand gewesen.

Mag. Bernd Rosenkranz, 5020 Salzburg

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