Leserbrief

Quo vadis Austria?

Die türkis-blaue Bundesregierung arbeitet konsequent an einem sukzessiven Abbau von langwierig erkämpften sozialen Errungenschaften (Acht-Stunden-Tag, gesetzliche Unfallversicherung, gesetzliche Krankenversicherung für alle mit einem wesentlichen Mitbestimmungsrecht der Arbeitnehmer, die die Mehrheit der Beiträge leisten, Arbeitslosengeld und Notstandshilfe etc.).

Angetastet werden die Grundlagen für die erfolgreiche politische, soziale und wirtschaftliche Entwicklung Österreichs seit dem Ende des 2. Weltkrieges. Der soziale Friede in unserem Land wird aufs Spiel gesetzt, indem Starke gestärkt werden ("die Leistungsträger"; wem obliegt hier die Definitionsmacht?) und die Solidarität mit Schwachen permanent desavouiert wird.

Das heutige gesellschaftliche Klima ist geprägt von Unzufriedenheit, Verunsicherung und Abstiegsängsten. Als bequeme und einzige Antwort werden Sündenböcke präsentiert: Schuld sind an allem die Migranten! Komplexe Entwicklungen (Globalisierung, Digitalisierung, Ressourcen-Verknappung…) verlangen scheinbar nach einfachen Antworten. Es bleibt zu hoffen, dass eine wachsame Zivilgesellschaft in Österreich jene Werte hochhält, die die derzeitige Regierung mit Füßen tritt: Vernunft, Humanität und Rationalität!

Mag. Christiane Spöcklberger, 5111 Bürmoos

Aufgerufen am 05.12.2020 um 11:51 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/quo-vadis-austria-61535476

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