Leserbrief

Radfahren in Salzburg ist mühsam und mitunter gefährlich

Ja, es stimmt. Eigentlich sind die Verhältnisse katastrophal. Das Selbstlob von der "Radhauptstadt Österreichs" ist eine Watschen für alle, die sich notgedrungen auf dem Drahtesel durch den Verkehr kämpfen müssen. Fehlende Markierungen, unnötig hohe Randsteine und Schwellen, Schlaglöcher und Wasserlacken, durch parkende Autos, Hausrat, Baumaterial und Schneehaufen verstellte Radverkehrsflächen machen das Radfahren in Salzburg zu einem täglichen Überlebenstraining. Für Autofahrer werden die Radfahrer zum Albtraum und Feindbild. Von diesen Versäumnissen sind natürlich auch Rollstuhlfahrer betroffen. Und von der Politik wird eine Erhöhung des Radfahreranteils in den nächsten Jahren um 20% angedacht!
Dringend notwendig wäre ein umfassendes Konzept, wo auch die Mitnahme des Fahrrads in den öffentlichen Verkehrsmitteln gratis ist, wo an Bahnhöfen und an Park&Ride Plätzen Leihräder zur Verfügung stehen und ausreichend Fahrradständer vorhanden sind. Mit einer barrierefreien Altstadt, klaren Markierungen und weiteren Verbesserungen in der Kernzone könnte sich unser schönes Salzburg allmählich seinem Traumziel annähern. Weiterwursteln ist keine Lösung.


Dr. Johann Beck-Mannagetta, 5020 Salzburg

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